Montag, 1. Oktober 2012

Bundesregierung baut Zentrum zur Niederschlagung sozialer Unruhen

Sechs Jahre lang hat die Bundesregierung und die Bundeswehr ein Geheimnis darum gemacht, dass in der Altmark das 100 Millionen-Projekt "Schnöggersburg" entsteht. Dabei wurde am sachsen-anhaltinischen Parlament vorbei geplant. Man lebt schließlich in einer hochgepriesenen parlamentarischen Demokratie.

Als die Sache an die Öffentlichkeit kam, befassten sich plötzlich auch die Staats- und Industriemedien mit dem Projekt. Wie üblich wurde unter anderem mit der Entstehung von Arbeitsplätzen geworben. Der Plebs soll sich im Vorteil wähnen, obwohl dort im Naturschutzgebiet (sic!) Altmark auf einer Fläche von 6,5 km² ein "Gefechtsübungszentrum" (GÜZ Altmark) entsteht, um spätere demokratische Willensbekundungen mit miltärischen Mitteln niederwerfen zu können.

So etwas wie in Leipzig 1989 soll sich nicht mehr wiederholen können. Die Bundesregierung plant nicht, so populistisch und friedlich wie die damalige DDR-Regierung zu handeln, wenn es eines Tages wieder heißen wird: "Wir sind das Volk!"
Für diesen Fall - zum Machterhalt - soll dann das Volk bekriegt und zusammengeschossen werden. Dafür entsteht in der Altmark eine künstliche Stadt mit allem drum und dran. Mit U-Bahnhöfen, Bauernhöfen, Häusern, Strassen, Plätze und all dem, was man zum Üben der Niederschlagung von sozialen Unruhen noch so benötigt.

Dass es sich dabei nicht etwa um eine "pessimistische" Unkelei der üblichen "Schwarzmaler", "Negativdenker", "Verschwörungstheoretiker", "Feinde unserer Demokratie" und "Miesmacher" handelt, wurde vom Merkel-Regime bestätigt.
Auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, die von der Bundestagsabgeordneten Inge Höger gestellt wurde, "weshalb Kampfszenarien in einer modernen Stadt geübt werden sollen, die nicht den Gegebenheiten derzeitiger Einsatzorte entspreche, räumte die Bundesregierung ein, daß es auch um die Vorbereitung für Einsätze im Inneren gehe" (jW).

Laut Bundesregierung sollen in Schnöggersburg "Verteidigungsaufgaben auf deutschem Hoheitsgebiet", "Amtshilfe bei Naturkatastrophen zum Schutz kritischer Infrastruktur" und "Amtshilfe bei innerem Notstand" geübt werden.
Die Bundesregierung verweist weiterhin darauf, dass der Einsatz der Bundeswehr im Inneren - und somit auch das "Ausbildungs- und Übungssgeschehen" in Schnöggersburg - den "rechtlichen Vorgaben" entsprechen würde.
Im August hatte das Bundesverfassungsgericht dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren seinen höchstrichterlichen Segen erteilt.

Ab 2014 soll laut Bundesregierung Schnöggersburg und das übrige Militärgelände von "einem privaten Unternehmer" betrieben werden. Dabei wird es sich um Europas größten Waffenproduzenten handeln: Rheinmetall.
Wahrscheinlich von den oft gepriesenen "Sparzwängen" angetrieben, wurden seit dem Jahr 2000 an "private GÜZ-Betreiber" 267 Millionen Euro ausgezahlt.
Das Volk lässt sich die Maßnahmen zur eigenen Unterwerfung etwas kosten.
Doch nützen wird es die vom Volk verachteten Herrschenden ebenso wenig, wie die Kirche einst durch deren Inquisition geschützt werden konnte.

Dieser Artikel wurde ins Französische übersetzt, was mich freut:
"Le gouvernement fédéral allemand construit un centre de répression anti-émeutes".
Aus den französischen Kommentaren ist ersichtlich, soweit das meine bescheidenen Französischkenntnisse zulassen, dass es in Frankreich auch so ein Gefechtsübungszentrum gibt.
Es ist wichtig, dass wir uns international vernetzen...

Kommentare:

  1. Und dann gibt es noch die Eurogendforce....

    AntwortenLöschen
  2. Nun was nützt die ine Übung, wenn es plötzlich in allen Städten auf einmal brennt.
    So viele Soldaten gibt es nicht und die werden dann auch noch wach! Weil auch sie sind das Volk!

    AntwortenLöschen
  3. Das hätte man statt der Waffen alles aus unseren Steuergeldern aufbauen können!

    http://blackandwhitenachrichten.wordpress.com/2013/04/04/das-hatte-man-statt-der-waffen-alles-aus-unseren-steuergeldern-aufbauen-konnen/

    Ohne weitere Worte... :-(

    AntwortenLöschen